Immer vor Weihnachten ...

  Ein bser Zwischenruf von Karl Kraus  
Klicken Sie auf das Bild fr eine grere Ansicht   ... erkundigt sich der Schngeist ber die »Bcher der Saison« und immer schneiden die Rudolf Hans Heinz Otto Ernst Greinz relativ am Besten ab. »Der immer kultiviertere Geschmack des groen Publikums erweist sich als unbeirrbar « und die Romane heien immer so wie »Die Bekehrung des jungen Bartsch« oder »Die Masken des Jakob Wassermann« oder »Die Chancen des Hugo Heller«. Auskunft geben die gewiegten Kenner der Leseneigungen Wiens, die Gewhrsmnner und die Experten, die so genannten »Blutzeugen«, darunter Friedrich Schiller, der aber weder identisch noch verwandt ist mit dem bekannten Urgrovater des Herrn v. Gleichen-Ruwurm. Interessant ist, ob das Publikum Sachliches oder Geheimnisvolles vorzieht oder beides. Es fehlte nicht an Wetterleuchten, das die Autoren htte warnen sollen, denn der Geschmack des Publikums hat sich umgeschwungen. Ich schnarche ber diese Alljhrlichkeit ein. Alles ist intelligent. Was liest das Publikum last but not least? »Zum Schlusse noch eine Bemerkung des Herrn Last«. Ah, also - endlich - bersetzung gefunden --

Die Fackel     Nr. 389/90, XV. Jahr

15. Dezember 1913

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