Bibliothek des Monats März 2013

 
Stadtbibliothek Zörbig
 
 
Am Strengbachbogen, geschützt durch einen noch heute teilweise erkennbaren Burggraben, befindet sich das Zörbiger Schloss. Darin hat sich die Stadtbibliothek niedergelassen. Im Stadtzentrum, zwischen Marktplatz und Schulgebäude, steht die Evangelische Stadtkirche „St. Maritius“. Glanzstück jener Kirche ist ein romanisches Triumphkreuz. Die Altstadt erstreckt sich innerhalb alter Wallanlagen, die als Grünanlagen gut zu erkennen sind, vom Halleschen Turm bis zum Schützenplatz. Mittelpunkt der Altstadt ist der Marktplatz mit seinem Rathaus, einer Postsäule und dem Marktbrunnen mit dem Saftjungen.
 
 
In den 30er Jahren gründete Zörbig eine Leihbücherei. Gegen geringes Entgelt konnten interessierte Bürger Literatur ausleihen. Anfangs standen 416 Bücher in den Regalen. Zusätzlich zu Belletristik wurden auch Sach- und Fachliteratur angeschafft, um Werktätigen bei unterschiedlichen Qualifizierungen das notwendige Rüstzeug mit bereit zu halten. Durch Literaturaustausch mit der Kreisbibliothek Bitterfeld konnte das Spektrum der angebotenen Titel stets erweitert werden.
 
Mit der Wende 1990 hieß es erst einmal, den Buchbestand zu überprüfen, nicht mehr aktuelle Literatur auszusondern, und der Bibliothek ein ganz anderes Profil zu geben. Die Leserzahl stieg bis 1995 auf fast 800 Personen aller Altersgruppen. Es gab nun Bücher, Schallplatten und Tonbänder auszuleihen. Nach Jahrzehnten in der Langen Strasse, zog die Bibliothek über Radegaster Strasse in das Schloss von Zörbig. Aus dem Schloss sollte sich das Kultur- und Bildungszentrum der großen Stadt entwickeln. Neben dem schon lange dort „ansässigen“ Heimatmuseum und den Bürger- und Vereinsräumen stehen der Stadtbibliothek nun vier Räume zur Verfügung.
 
2005 begann die „Netzwerkarbeit regionaler Bibliotheken“. Die Träger der öffentlichen Bibliotheken, zu denen auch die Stadt Zörbig gehört, unterschrieben die Kooperationsvereinbarung zur kontinuierlichen Leseförderung und einer Vervollkommnung der kulturellen Bildungsarbeit. Inzwischen basiert die Bibliotheksarbeit auf der computergestützten Erfassung des Gesamtbestandes, den Möglichkeiten des Literaturaustauschs und dem Erwerb von Neuerscheinungen. Regelmäßig werden die Schüler der zweiten Klassen in die Bibliotheksbenutzung eingeführt. In Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. Sachsen-Anhalt, werden zahlreiche Lesungen als Beitrag zur Leseförderung angeboten.
 
 

Klicken Sie auf das Bild für eine
größere Ansicht

Klicken Sie auf das Bild für
eine größere Ansicht

Klicken Sie auf das Bild für eine
größere Ansicht
 
 
Fernwartung Fernwartung